Sri Aurobindo


Ich hatte geschworen, nicht mehr unter dem Kummer
dieser Welt, ihrem Stumpfsinn, ihrer Grausamkeit
und ihrer Ungerechtigkeit zu leiden, und hatte mein
Herz in seiner Ausdauer so hart gemacht wie einen
unteren Mühlstein und mein Denken wie polierten Stahl.
Ich litt nicht mehr, aber auch die Freude war von mir
gewichen.
Da hat Gott mein Herz aufgebrochen und meinen Geist
umgepflügt.
Durch grausame und unaufhörliche Qualen erhob ich
mich zu seliger Schmerzlosigkeit
und durch Leiden, Empörung und Auflehnung zu
unendlichem Wissen und unerschütterlichem Frieden.
Theodora Karnasch, Patmos Verlag, Düsseldorf