Das universelle Gesetz der Kausalität


Das Gesetz von Karma ist das Gesetz der Ursächlichkeit. Überall, wo eine Ursache ist, muss daraus eine Wirkung entstehen. Ein Same ist die Ursache für den Baum, welcher die Wirkung ist. Der Baum erzeugt Samen und wird somit zur Ursache für den Samen. Die Ursache findet sich in der Wirkung, und die Wirkung findet sich in der Ursache. Die Wirkung ist gleich die Ursache. Das ist die universelle Kette von Ursache und Wirkung, die nie endet.
Kein Glied in der Kette ist unnötig. Diese Welt funktioniert aufgrund dieses grundlegenden Lebensgesetzes. Dieses Gesetz ist unerbittlich und unabänderlich. Dieses gewaltige Gesetz wirkt überall, auf den physischen und den geistigen Ebenen. Kein Phänomen kann sich der Wirkungsweise dieses gewaltigen Gesetzes entziehen. Alle anderen Naturgesetze sind diesem grundlegenden Gesetz untergeordnet.
Kein Ereignis kann eintreten, ohne hinter sich eine ganz bestimmte Ursache zu haben. Der Ausbruch eines Krieges, der Aufstieg eines Kometen, das Auftreten eines Erdbebens oder ein Vulkanausbruch, das Ausbrechen einer Seuche, Donner, Blitz, Überschwemmungen, Krankheiten des Körpers, Glück, Unglück, hinter allem steht ein bestimmter Grund. Göttliche Erkenntnis, Mangalam Books
Sivananda

Karma bedeutet nicht Verhängnis. Wenn die Gegenwart das Ergebnis der Vergangenheit ist, muss die Zukunft das Ergebnis der Gegenwart sein. Wir ernten, was wir säen. Dies gibt uns den Antrieb für eigene Anstrengungen. Ein altes Sprichwort sagt:

„Säe einen Gedanken und ernte eine Tat.
Säe eine Tat und ernte eine Gewohnheit.
Säe eine Gewohnheit und ernte einen Charakter.
Säe einen Charakter und ernte ein Schicksal.“

Eigene Anstrengungen bestimmen das Schicksal und können es auch ändern. Es ist eine Tatsache, dass wir bis zu einem gewissen Grade wieder aufheben können, was wir getan haben. Buddha hat zu seinen Schülern gesagt: „Seid euch selbst eine Lampe. Verlasst euch nicht auf äußere Hilfe. Je mehr ihr euch auf euch selbst verlasst, umso mehr erkennt ihr eure eigenen Fähigkeiten.“ Wir müssen akzeptieren, was in der Vergangenheit geschehen ist, aber wir können gleichzeitig neue Anstrengungen machen, um dem, was geschehen ist, entgegenzuwirken. Abenteuer des religiösen Lebens, Vedanta-Gesellschaft Wiesbaden

Yatiswarananda


Karma bedeutet sowohl Handlung als auch Erinnerung.
Es gibt keine Erinnerung ohne Handlung,
und keine Handlung ohne Erinnerung.
isha.sadhguru.org - 9 Quotes on Karma

Sadhguru

Das Karma der anderen


Es ist eine völlig falsche Herangehensweise, über jemanden zu urteilen, der etwas Schlimmes durchmacht, und zu glauben, es sei sein oder ihr Karma. Du wirst deine fundamentale Menschlichkeit verlieren. Das Karma eines anderen geht dich nie und nimmer etwas an. Es ist dein Karma, dass du mit ansehen musst, wie einem anderen Menschen etwas Unangenehmes widerfährt.
In dem Moment, in dem du dich auf das Karma eines anderen beziehst, wirst du zu einer bösen Macht. Böse bedeutet nicht immer, etwas absichtlich zu tun. Böse bedeutet, dass du so bist, dass, egal was du tust, es sich für die Menschen um dich herum negativ auswirken wird. In dem Augenblick, in dem du anfängst, über das Karma eines anderen nachzudenken, bewegst du dich in diese Richtung. isha.sadhguru.org - Whose Karma is it Anyway

Sadhguru


Alle Ethiksysteme lehren: „Stiehl nicht!“ Sehr gut. Doch weshalb stiehlt ein Mensch? Weil alles Stehlen, Rauben und andere schlechte Handlungen automatisch geworden sind. Der systematische Räuber, Dieb, Lügner, Ungerechte, sie alle sind so, weil sie nicht anders können! Das ein riesiges psychologisches Problem. Wir sollten den Mensch im nachsichtigsten Licht sehen. Sollen wir stolz sein, weil wir gut sind? Gewiss nicht. Wir sind gut, weil wir nicht anders können. Ein anderer ist schlecht, weil er nicht anders kann. CW II Anweisungen zur praktizierten Spiritualität

Vivekananda


Je wissender wir sind, desto weniger sind wir auf unsere Überlegenheit stolz. Uns wird deutlich, wie unendlich hilflos und gebrechlich manche menschliche Wesen sind. Betrachten wir das verzerrte Leben der Armen, so sehen wir, wie sehr das Gesetz des Karma wahr ist. Wenn sie nachlässig und verbrecherisch sind, so lasst uns fragen, welche Gelegenheit sie hatten, für sich ein anderes Leben zu wählen.
Nichts ist so falsch wie der Gedanke, Unglück käme nur zu denen, die es verdienen. Die Welt ist ein Ganzes, und wir sind einer wie der andere Glieder, und wir müssen einer für den anderen leiden. Meine Suche nach Wahrheit, Bertelsmann

Radhakrishnan